Zielgruppe

Zielgruppe

SPLG Schatzinsel (Blankenheimerdorf)

Konzipiert ist unsere Einrichtung gegenwärtig für zwei junge Menschen mit besonders intensivem Betreuungsbedarf, die einer familienanalogen Wohnform bedürfen.

„Das Wissen, dass man nicht der Einzige ist, der sowas erlebt hat, schafft eine große Entlastung. Zu erfahren, dass andere Gleiches oder Ähnliches erlebt haben, vermindert das Gefühl von Scham und Isolation“ (J. Bausum, in „Traumapädagogik“ 2009).

Die SPLG Schatzinsel bietet den sicheren Ort für das Erlernen eines selbstbemächtigten Umgangs mit den Auswirkungen und Folgen von Traumatisierungen nach:

  • ICD-10-F43 Posttraumatische Belastungsstörung
  • ICD-10-F44 Dissoziative Störungen

Das pädagogische Konzept der SPLG Schatzinsel richtet sich an biografisch schwer belastete junge Menschen, die Gruppensituationen aufgrund der beeinträchtigten Fähigkeit sich selbst zu regu­lieren als bedrohlich erleben. Diese Unsicherheit in Beziehungen und die beeinträchtigte Fähigkeit, diese Verunsicherung regulieren zu können hat zur Folge, dass sie einen Großteil ihrer Energie und ihres Wissens darauf verwenden müssen, nicht vollständig ihren sozialen Ängsten ausgesetzt zu sein. Der Großteil der pädagogischen Konzepte für die Arbeit mit biographisch belasteten jungen Menschen ist nicht ausreichend, denn die meisten Konzepte sind Gruppenkonzepte. Frühentwicklungstraumatisierte junge Menschen sind in der Regel autonome Einzel­kämpfer und in einer Gruppe überfordert.

Unsere Konstellation mit zwei Plätzen in einem erweiterten familienanalogen Setting wird dieser Problematik gerecht.
Die Schatzinsel ist eine SPLG für junge Menschen, die einer sicheren inkognito Unterbringung bedürfen und bei denen kein Kontakt zur Herkunftsfamilie bestehen darf.

Freie Plätze in der Schatzinsel: keine

 

SPLG Königsinsel (Kall)

Konzipiert ist unsere Einrichtung gegenwärtig für vier junge Menschen mit intensivem Betreuungsbedarf, die einer familienanalogen Wohnform bedürfen.
Das Konzept der Königsinsel zielt auf jungen Menschen, die eine kleine Gruppe im Rahmen eines Familiensystems benötigen, um sich und neue Beziehungen entwickeln zu können.

Der Schwerpunkt liegt insbesondere im Kontext der Bindungspädagogik.
In der Regel ist die Unterbringung inkognito und für junge Menschen ausgelegt, die keinen weiteren Kontakt zur Herkunftsfamilie erfahren möchten.

Freie Plätze in der Königsinsel: keine

 

Grundsätzliche Ein- und Ausschluss Kriterien

Die einzelnen sozialpädagogischen Lebensgemeinschaften unterscheiden sich hinsichtlich Ausbildung, Erfahrung, Belastbarkeit, Spezialisierung… Die hier aufzunehmenden jungen Menschen sollen in der Regel bis zur Volljährigkeit aber u.U. auch weit darüber hinaus in die Familie integriert werden.

Somit sind allgemeine Kriterien z.B. hinsichtlich des Alters der jungen Menschen kaum festzulegen, sondern diese orientieren sich vor der Aufnahme an den Möglichkeiten in der jeweiligen SPLG.
Die Zusammensetzung der aufgenommenen jungen Menschen berücksichtigt die biografischen Auswirkungen und Anforderungen der jungen Menschen. Dabei werden internalisierende und externalisierende Verhaltensweisen, Täter und Opferdynamiken, geschlechtsspezifische Auswirkungen und Bindungserfahrungen berücksichtigt.

 

Eine Unterbringung nach §35a ist im Einzelfall möglich, wenn die vorliegende seelische Behinderung nicht den Rahmen eines familienanalogen Settings sprengt. Die Stärken unserer Einrichtung liegen insbesondere im Kontext der Folgen von frühen Entwicklungstraumatisierungen.
Zielgruppe sind in der Regel Mädchen und Jungen, die bei der Aufnahme zwischen 5 und 11 Jahre alt sind (begründete Ausnahmen sind möglich)
und

  • aufgrund ihrer Entwicklungstraumatisierung einen erhöhten Betreuungsbedarf vorweisen.
  • aufgrund ihrer Belastungssituation in der Entwicklung verzögert oder gestört und/oder verhaltensauffällig sind.
  • deren Lebenssituation mittel- bis langfristig durch Krisen stark belastet ist.
  • mit ihren Entwicklungsdefiziten und Verhaltungsstörungen eine Pflegefamilie deutlich überfordern.
  • sich trotz erheblicher Entwicklungsdefizite und Entwicklungsstörungen auf ein kontinuierliches Beziehungsangebot im familiären Rahmen einlassen können.
  • langfristig untergebracht werden sollen.

 

Junge Menschen, die wegen der Schwere ihrer Störung nicht vorrangig in erzieherische Weise betreut werden können, markieren eine Grenze, die wir als Ausschlusskriterium definieren.
Darunter fallen beispielsweise extrem psychische Störungen oder eine massiv verfestigte Delinquenz.

Die Maßnahme ist zudem nicht geeignet,

  • wenn eine Pflegefamilie, Adoption oder Rückführung zur Herkunftsfamilie in Frage kommt.
  • wenn eine schwere körperliche und/oder geistige Behinderung gegeben ist.
  • wenn die jungen Menschen keine Familienbindung aushalten können.
  • für akut drogen- oder alkoholabhängigen jungen Menschen.
  • für jugendliche Sexualstraftäter.
  • für junge Menschen, die eine geschlossene Unterbringung benötigen.
  • für akut suizidgefährdete oder akut aggressiv ausagierende jungen Menschen.

… das komplette Konzept können Sie gerne als PDF Dokument downloaden.